Vegan werden was los Digga

Das Jahr 2021 winkt schon um die Ecke. Es ist greifbar nah und bringt hoffentlich ein paar frohere Botschaften als das sehr merkwürdige Jahr 2020. Hast du dir bereits Vorsätze gemacht und hältst du die meistens ein?

 

Einen Vorsatz, der wirklich etwas verändert, möchte ich dir heute etwas näher bringen. Du kannst es dir vielleicht schon denken...ja, es geht um's vegan werden. Werde Teil von Veganuary und mache die Welt ein kleines bisschen besser. Falls du selbst schon rein pflanzlich unterwegs bist, mache Freunde und Bekannte auf die Aktion aufmerksam.

 

Ich gebe dir ein paar Tipps, wie du den Umstieg ganz ohne Frust schaffst. Dabei solltest du immer im Hinterkopf behalten, dass Druck dich nicht ans Ziel bringt. Geh locker ran, sei nicht zu streng mit dir selbst.

1. Die Gründe

Mach dir Gedanken, warum du vegan werden möchtest. Welche Gründe treiben dich dazu, tierische Lebensmittel aus deinem Speiseplan zu streichen? Geht es dir allen voran um die Tiere oder möchtest du deiner Gesundheit was Gutes tun? Denkst du gar ganz groß und das Umweltthema liegt dir am Herzen?

 

Dabei könnten dir Dokus wie "Cowspiracy", "Dominion" oder "What the Health" einen klaren Blick auf die Thematik verschaffen. Wenn du lieber zu Büchern greifst, empfehle ich dir für den Einstieg: "Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen: Karnismus – eine Einführung" von Dr. Melanie Joy oder "Tiere essen" von Jonathan Safran Foer. Bücher, die sich vor allem mit dem Thema Gesundheit beschäftigen "How not to die" von Dr. Michael Greger und "Vegan Klischee ade!" von Niko Rittenau. Die Nerds unter euch finden in diesen Büchern zahlreiche Studien, die dann zusätzlich noch studiert werden können.

2. Der Vorratsschrank

Nun kommen wir zur Praxis. Schau dir mal deinen Vorratsschrank an. Da haben sich bestimmt schon ein paar Spinnennetze eingenistet. Hand auf's Herz: jeder hat doch irgendwas in seinem Vorratsschrank, was da schon ewig rumliegt. Das ist der perfekte Zeitpunkt, endlich mal klar Schiff zu machen. Ich bin immer gegen Lebensmittelverschwendung. Was noch essbar ist, sollte gegessen werden. Aber eine Lebensmittelvergiftung muss in der westlichen Welt keiner provozieren.

 

Teile die Lebensmittel in zwei Kategorien auf. Was ist rein pflanzlich und wo sind tierische Erzeugnisse drin? Die Seite der tierischen Produkte kannst du durch pflanzliche ersetzen. Achte beim nächsten Einkauf darauf, dass deine Schokolade keine Kuhmilch enthält, verzichte auf Pasta mit Ei, entscheide dich für vegane Konserven, kaufe rein pflanzliche Saucen. Es gibt für alles immer eine vegane Alternative. Wenn dir etwas nicht schmeckt, probiere was Neues aus.

3. Neue Lebensmittel

Yes...es folgt der beste Teil! Die Umstellung soll ja auch Spaß machen.

 

Du hast nun das große Los gezogen, unglaublich viele neue Produkte testen zu dürfen. Im Supermarkt lag doch schon immer diese Knolle, die du angesehen hast, aber nie mitgenommen. Probier dich durch die Welt des Gemüses. Trau dich an unbekannte Früchte. Integriere die verschiedensten Hülsenfrüchte in deinen Speiseplan. Mein persönlicher Favorit: Kichererbsen.

 

Im Netz gibt es unendlich viele Rezeptideen und Inspiration. Versuche doch mal was ganz Neues oder experimentiere ein wenig rum, ob du dein Lieblingsessen veganisieren kannst #challengeaccepted

 

Auch an Getreide gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten...das wird niemals langweilig. Hirse, Amaranth und Dinkel habe ich früher nie gegessen. Heute stehen mehr als 10 Getreidesorten in meinem Vorratsschrank.

 

Es geht noch weiter: Von Hefeflocken, Hanfsamen und Tamarisauce hab ich bis vor ein paar Jahren noch nicht einmal gehört. Was das für wunderbare und vor allem nährstoffreiche Lebensmittel sind? Finde es selbst heraus! ;-)

4. Ersatzprodukte für einen leichten Einstieg

Fleisch ist bei vielen gar nicht das größte Problem. Aber der Käse...ich weiß, ich weiß! Fiel mir am Anfang auch etwas schwerer. Aber es gibt Ersatzprodukte. Die schmecken auch nicht mehr, wie noch vor zehn Jahren, nach Pappe. Vor allem Frischkäse gibt es ganz wunderbaren in vegan. Käsesorten wie Camembert sind relativ teuer, aber wenn die Nachfrage steigt...na du weißt schon.

 

Burgerpatty, Gyros, Ente, etc. alles geht in rein pflanzlich. Du solltest dem Ganzen offen gegenüber stehen. Falls du denkst, dass diese Produkte ungesund sind, kann ich dich beruhigen. Natürlich ist Gemüse gesünder als ein veganes Burgerpatty. Aber die Fleischalternative ist deutlich ungesünder - ich sag nur Transfette und Antibiotika.

 

Ab und an darfst du dir also Ersatzprodukte gönnen. So machst du dir vor allem den Einstieg deutlich leichter. Später kommen automatisch selbstgemachte Burgerpattys aus Bohnen, Lachs aus Karotten und Ei aus Tofu dazu.

5. Such dir Gleichgesinnte

Gerade am Anfang wirst du sehr viel Gegenwind bekommen. Das ist ganz normal und da kommt man einfach nicht drum herum. Du musst dir also ein dickes Fell wachsen lassen. Aber am wichtigsten: eigne dir Wissen an. Denn irgendwann weißt du, dass die meisten Gegenargumente schlicht und einfach nicht korrekt sind.

 

Um diese Zeit gut zu überstehen und auch deiner mentalen Gesundheit Beihilfe zu schaffen, suche dir Gleichgesinnte. Menschen, die sich für die Tiere aussprechen, findest du bei verschiedenen Organisationen, auf Gnadenhöfen, in veganen Cafés oder auch im Internet. Da gibt es unzählige Gruppen auf Facebook und auch entsprechende Kanäle auf Instagram. Unsere Welt ist so vernetzt, da wirst du ganz sicher fündig.

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